Trauerkultur

Im Gegensatz zu unserer heutigen Vorstellung von Trauer als eine rein emotionale Befindlichkeit, sind auch heute noch in anderen Religionsgemeinschaften Trauerriten, -zeiten und -kleider streng geregelt. Wie lange offiziell und damit sozial verpflichtend getrauert wird, richtet sich in erster Linie nach dem Verwandtschaftsgrad zum Verstorbenen.

In unserer heutigen westlich-christlichen Gemeinschaft ist die Trauer mehrheitlich von gesellschaftlichen Konventionen losgelöst. Es wird immer öfters „individuell“ und im engsten Familienkreise getrauert. Die Folge dieser Entwicklung bedeutet für die Hinterbliebenen die Suche nach eigenen persönlichen Trauerritualen, welche die Vergegenwärtigung des Verlustes zu meistern helfen.